— prototype.cc

Jay Silver und Eric Rosenbaum, zwei Doktoranden vom MIT Media Lab, entwickelten die kleine Powerplatine Makey Makey – ein wie sie sagen “invention kit for the 21st century”. Ob Banane oder Knete, alle möglichen Alltagsgegenstände, welche ein Minimum an elektrischer Leitfähigkeit aufweisen, werden zum Eingabegerät für deinen Computer. Dazu brauchst du nur das Makey Makey Board, Krokodilklemmen und ein USB-Kabel. Dem Eigenbau von kreativen Controllern sind keine Grenzen gesetzt.

Das Projekt finanziert sich derzeit über das Crowdfunding-Portal Kickstarter und wird hoffentlich noch dieses Jahr erhältlich sein, denn mit dem voraussichtlich kleinen Preis von 35,- US Dollar will man das Makey Makey zu Hause haben;)

Die Plattform Teagueduino macht das Bauen von funktionierenden Prototypen jetzt noch intuitiver und kommt ganz ohne löten aus. Es handelt sich um ein Mikrocontroller Board mit festen “snap-and-go” Steckplätzen, die das Intergrieren von Hardwarekomponenten (Sensoren, Schaltern, Aktuatoren) vereinfacht. Dazu gibt es eine Programmierumgebung, welche in Echtzeit anzeigt, an welchem Port welcher Strom fließt. Die Befehle werden über ein dropdown-menü ausgewählt und eingefügt, so muss man keinen Code selbst schreiben und vermeidet Syntaxfehler im Programm. Der Teagueduino ist im Gegensatz zum Arduino-Board wesentlich kleiner und sein Herzstück ist ein Teensy++ 2.0 Mikroprozessor.

Wir sind Fan von Jody Culkin! Mit sich selbst als Comicfigur entwarf die Kunst-Professorin diese wunderbar anschauliche Einführung in den Umgang mit Arduino. Das 15-seitige PDF kannst Du hier downloaden: PDF-Comic “Arduino!”.

Schon 1972 gab es zum Thema Elektronik eine Comicreihe mit dem Titel “Story of Electronic…The Discovery That Changed the World”. Sie wurden von dem us-amerikanischen Elektronikhändler RadioShack zu Bildungszwecken kostenlos an Grundschulen ausgegeben. Ein Teil der Hefte kann man sich als E-Paper auf der Seite RadioShackCatalogs anschauen.

Die zwei pariser Designstudenten Marianne Cauvard und Raphaël Pluvinagedes entwickelten das beeindruckende Musikprojekt Noisy Jelly. Hierzu nutzen sie die Leitfähigkeit salzhaltiger Gelatinefiguren, welche sie vorher individuell in Form, Farbe und Salzgehalt angerührt haben. Das Spielbrett besteht aus einer dünnen Holzplatte oben und einer Metallplatte unten, welche als Plattenkondensator dient. Dieser wird auch als kapazitiver Sensor bezeichnet, welcher die Kapazität ändert, wenn sich ein elektrisch leitendes Material (die salzhaltige Gelatinefigur) in der Nähe befindet. Über das angeschlossene Arduino werden die Signale zur Steuerung der Sound-Editing-Software MAX genutzt.

Aufgefallen: manche Gelatinefiguren erinnern an die Hüte von Devo ;)

Karl Lagerfeld in seinem mit Memphismöbeln eingerichteten Apartment in Monte Carlo, 1981.
Foto: Jacques Schumacher